IJFD - Neun Monate Ghana

11August
2015

Abschied

Wir ihr vielleicht mitbekommen habt bin ich seit anderthalb Wochen wieder in Deutschland. Nächste Woche findet zum Abschluss noch unser Nachbereitungsseminar statt.

Seit meinem letzten Eintrag sind noch ein paar Sachen passiert und ich dachte ich berichte noch mal kurz darüber.

Das letzte Wochenende wollten wir noch einmal am Strand genießen und so haben wir uns auf den Weg nach Cape Three Points gemacht. Die Anfahrt gestaltete sich etwas komplizierter, aber wir sind dann doch sicher angekommen. Das Hotel heißt Escape Eco Lodge und ist wie der Name schon verrät ein Öko Hotel. Die kleinen Hütten komplett aus natürlichen Materialien gebaut und es gibt sogar Kompost Toiletten. Für uns waren die Hütten zu teuer, aber es gab auch Plätze im Schlafsaal. Man hatte zwar nicht viel Auswahl mit dem Essen, es war aber sehr lecker und preislich angemessen.

Die zwei Tage vor Ort haben wir am Strand verbracht und zum Abschied aus Ghana, hatten wir sogar zwei Tage lang strahlend blauen Himmel. Der Strand an Cape Three Points ist wunderschön. Weit und breit kein anderer Mensch, als die Gäste aus dem Hotel und der Regenwald reicht direkt bis an den Sand. Das Hotel stellt Spiele und Bälle zur Verfügung und wir waren sehr überrascht ein Wikingerschach zu finden.

Samstag Abend gab es dann sogar noch ein Lagerfeuer. Das einzig wirklich anstrengende war die Rückfahrt nach Kumasi. Das Trotro kam nicht, also mussten wir ein Taxi nehmen und dann haben wir beim Umsteigen in Takoradi auch noch ewig warten müssen… aber so ist das in Ghana manchmal.

Montag war dann eigentlich Packtag. Morgens sind Cecilia und ich nocheinmal in die Schule, um uns von unseren Klassen zu verabschieden. Da wurde mir dann auch zum ersten Mal bewusst, dass wir wirklich bald nach Hause fliegen. Meine Kinder haben mir total süße Abschiedsbriefe geschrieben und auch die Lehrer waren traurig uns zu verabschieden. (Manche jedenfalls ;) )

Leider waren unsere Pässe noch bei der Visumsverlängerung. Eigentlich dachte ich wir würden die total problemlos wieder bekommen, es stellte sich dann allerdings als eine etwas längere Prozedur heraus. Irgendetwas mit zu vielen Verlängerungen und der Chef muss uns persönlich sehen, der aber leider erst Mittwoch wieder in Kumasi ist (wenn wir schon längst auf dem Weg nach Accra sein sollten) und erst nach dem sich dann ein älterer Ghanaer auf unsere Seite geschlagen hatte, haben wir dann nach riesigem diskutieren und langem Warten endlich unsere Pässe bekommen.

Das Packen selber ging dann glücklicherweise recht schnell.

Dienstag sind wir dann in ein Waisenhaus gefahren. Tepa liegt etwa zwei Stunden entfernt von Kumasi und ist ein kleines Waisenhaus, mit dem Richmond (unser Gastvater) zusammen arbeitet. Leider hat das Waisenhaus kaum Unterstützung von außen und keine festen Spender. Sie sind auf das angewiesen, was sie durch ihren Schulbetrieb verdienen können und auf zufällige Spenden. Einige von uns, sind im Laufe des Jahres schon häufiger dort gewesen. Wir wollten am Dienstag vorallem die Sachen dort hinbringen, die wir nicht wieder mit nach Deutschland nehmen wollten. Kleidung, Handtücher, Bettzeug, aber auch Seife und ein paar Bastelsachen. Am Ende sind dann Cecilia, Alina und ich mit 4 vollen Reissäcken losgezogen. Die Waisenhaus Leitung hat sich sehr gefreut uns zu sehen und sie können die Sachen gut gebrauchen.

Die älteren Kinder der Schule haben gerade an dem Tag Examen geschrieben und so sind wir spontan zum Aufpassen eingeteilt worden. Danach haben sie uns noch eine Fabrik gezeigt, die sie gerade bauen, dort können sie dann, wenn es fertig ist ein Pulver produzieren, dass sich Gari nennt und es verkaufen, um das Waisenhaus zu finanzieren. Total zufällig haben wir dann an diesem letzten Tag sogar noch Kakaobohnen auftreiben können. Da in Tepa auch Kakao angepflanzt wird, gibt es auch eine Stelle, die die Qualität des Kakaos prüft und die haben uns netter Weise ein kleines bisschen geschenkt.

Allerdings war ich entsetzt von dem, was man uns über die ghanaische Kakaoindustrie erzählt hat. Aus Ghana kommt mit der beste Kakao der Welt. Er macht einen großen Teil des ghanaischen Exports aus. Die Kakaobauern haben aber so kleine Plantagen, dass sie natürlich selber keinen internationalen Handel betreiben können. Sie verkaufen also an eine Sammelstelle. Diese Stelle, kauft den Kakao von den Bauern aus der Umgebung auf. Hier werden die Bohnen dann in 50 kg Säcke verpackt und verkaufsfertig gemacht. Aber auch von ihr wird der Kakao noch nicht an die internationalen Händler verkauft, sondern wiederrum an andere ghanaische Firmen, die noch mehr Mengen an Kakaobohnen sammeln und diese dann an die internationalen Firmen zu verkaufen.

Die Preise allerdings, wenn es stimmt was man uns erzählt hat, waren erschreckend. Die großen ghanaischen Firmen gehörten zu etwa 80 % der Regierung. Damit könnten sie auch den Preis bestimmen, zudem die Sammelstellen den Kakao abgeben müssen. Würden die Sammelstellen ihre Ware nur an die 20% privaten Firmen zu einem fairen Preis verkaufen, würden sie nicht ihre gesamten Bohnen los, damit seien sie gezwungen den Kakao auch an die Regierung zu verkaufen. Die 50kg Säcke Kakaobohnen würden von der Regierung etwa zu dem Preis von 350 Cedi aufgekauft, dass sind etwas weniger als 100 Euro. Die Regierung allerdings würde diese Säcke zu dem fast 10 fachen Preis an die internationalen Konzerne verkaufen. So können auch die Sammelstellen den Bauern keine fairen Preise zahlen.

(Ich kann nicht garantieren, dass diese Preise stimmen, aber das Verhältnis sollte in etwa hinkommen)

Mittwoch hieß es dann auf nach Accra. Die Fahrt lief relativ problemlos, obwohl wir jeder zwei Koffer dabei hatten und nur die arme Alina hatte Pech, beide ihre Koffer sind auf der Fahrt kaputt gegangen und der Länge nach aufgerissen. Also haben wir Mittwoch Abend erstmal noch Klebeband und Plastiktüten gejagt bevor wir zu Abschluss zusammen Pizza gegessen haben und dann noch in ein Bar sind. Donnerstag morgen ging es dann zum Flughafen. So richtig aufgeregt war ich eigentlich nicht. Das kam auch erst als man vom Flugzeug aus Frankfurt sehen konnte, dass ich wirklich etwas nervös war.

Wir sind wie bereits auf dem Hinflug über Addes Abeba geflogen und mussten dort umsteigen. Überraschenderweise war dort selbst um halb 12 nachts noch jede Menge los und wir wurden noch einmal durch einen Sicherheitsscan geschickt.

Bei der Ankunft in Frankfurt musste natürlich genau unser Gepäckband kaputt gehen, so dass wir ewig auf unsere Koffer gewartet haben. Draußen warteten dann meine Eltern und meine Schwester auf mich.

Das war Freitag der 30. Juli und seitdem ist ja schon ein bisschen Zeit vergangen. Der erwartete Kulturschock blieb bis jetzt noch aus und eigentlich ist es eher einfach nur seltsam. Weil alles so bekannt war, fühlte es sich fast so an nie weg gewesen zu sein und Ghana kommt mir irgendwie fast wie ein Traum vor. Es scheint so lang zurück zu liegen, obwohl es nicht einmal zwei Wochen her ist. Was mir am schwersten gefallen ist , waren die kleinen Angewohnheiten abzulegen. Das Klopapier ins Klo, nicht direkt nach dem Essen spülen, sondern alles in die Spülmaschine, ohne Mückennetz zu schlafen… Und was mich bis heute immernoch am meisten fasziniert ist, dass aus dem Hahn schon warmes Wasser kommt!

Und damit verabschiede ich mich. Tschüss und vielen Dank, dass ihr fleißig meinen Blog gelesen habt.

20Juli
2015

Bildergalerie zu Busumtwi, Cape Coast und Elmina, Sport und Erste Hilfe

Ich sehe ein ich habe ein ernsthaftes Problem damit Bilder gleichzeitg mit den Berichten hochzuladen, aber ich kann mich nur selten aufraffen Bilder rauszusuchen, zu verkleinern und dann hochzuladen, also kommen wieder ein paar Bilder auf einen Schub:

 

Also als erstes Lake Busumtwi... das war eine ganze Weile her schon fast 1 Monat:

 

Unser Schlafsaal

 

In der Nähe von Cape Coast waren wir ja Krokodile schauen:

 

 

 

Dann ging es nach Elmina weiter:

 

Vom Sportunterricht gibt es leider nur ein Bild, hier spielen wir gerade "Komm mit, lauf weg" :

 

Und schließlich noch die Bilder aus unserem erste Hilfe Kurs:

20Juli
2015

Meine Klasse

Ich habe eigentlich schon die ganze Zeit immer mal wieder Bilder von meiner Klasse gemacht, aber ich bin irgendwie nie dazu gekommen mal ein paar Bilder hochzuladen... Also hole ich das jetzt nach:

 

 

Das ist die Schule von außen, das Klassenzimmer ganz unten in der Mitte ist meins ;)

 

Und Selfies dürfen natürlich auch nicht fehlen

20Juli
2015

Erste Hilfe

Wir hatten schon ein bisschen länger die Idee mit unseren Kindern einen erste Hilfe Kurs zu machen. Irgendwie kamen wir aber nie so richtig dazu. Diese Woche haben wir uns endlich mal aufgerafft und den Kurs dann gehalten. Wir haben zu Hause eine Power Point vorbereitet. Eigentlich dachten wir, wir könnten in der Schule einen Beamer benutzen, wie sich dann allerdings herausstellte, war der allerdings kaputt. Also mussten wir es auf dem Laptop zeigen. War aber gar nicht so schlimm, die Kinder haben eh nicht gelesen was da stand.
Donnerstag haben wir also mit Cecilias Klasse angefangen. Zuerst haben wir mit Hilfe der Power Point einen kleinen Vortrag gehalten über Wunden, Kopfweh, Bauchweh und Dehydrierung. Wir haben versucht ein paar Grundlagen zu klären. Was ist der Notruf hier in Ghana, wann wählt man ihn? Wann muss man ins Krankenhaus und wann kann man es auch selber behandeln? Es ging weniger um wirkliche Erste Hilfe und große Unfälle, sondern eher um Alltägliches. Kleine Verletzungen oder Verbrennungen, halt eben Bauchweh oder Kopfweh. Wichtig fanden wir dabei, den Kindern zu erklären, dass die Materialien, die man zum Verbinden von Wunden benutzt unbedingt sauber sein müssen und groß genug, dass der Klebestreifen nicht in der Wunde klebt. Hier in Ghana ist leider das Wasser aus der Leitung nicht unbedingt sauber und die Kinder wissen das aber nicht unbedingt. Also haben wir versucht ihnen zu erklären, dass sie am besten Trinkwasser benutzen, um Wunden zu reinigen oder Desinfektionszeug, wenn sie welches zur Hand haben. Weil es hier so heiß ist, war es uns auch wichtig den Kindern zu erklären genug zu trinken, woran man merkt, dass man nicht genug getrunken hat und wie viel man eigentlich so am Tag trinken sollte. Und auf Bauch- und Kopfweh sind wir eingegangen. Die Kinder beklagen sich im Unterricht sehr oft über eins der beiden und leider verteilt die Schulleitung dann sehr gerne ein bisschen schnell Medikamente. Oft denken die Kinder nicht ans Essen oder Trinken, natürlich tut dann der Kopf und der Bauch weh, aber die Schulleitung gibt trotzdem sofort Paracetamol, statt sie erst Mal was trinken oder etwas Essen zu lassen. Wir haben heute versucht den Kindern verständlich zu machen, dass es auch manchmal ohne Medikamente geht, dass es ganz einfache Gründe geben kann für Bauchweh und für Kopfweh, die sich leicht beheben lassen.  Leider hat das länger gedauert als wir gedacht haben. Am Ende hatten wir nur noch 15 Minuten um vorzuführen, wie man Verbände anlegt. Eigentlich wollten wir, dass wenigstens 10 Kinder das mal ausprobieren konnten. Dafür war dann leider keine Zeit mehr.
Meine Klasse kam dann Donnerstag nach der Pause und die letzte dritte Klasse haben wir heute gehabt.
Nach dem Kurs kamen gestern meine Kinder zu mir, sie wollen jetzt alle Arzt werden. ;)

Es ist ein bisschen Schade, dass wir nicht am Anfang schon die Idee hatten, einen erste Hilfe Kurs zu machen. Man hätte das sehr schön als wöchentliches Projekt starten können. Dann hätten wir jede Stunde einen Verband zeigen können und wirklich alle Kinder hätten dass mal selber ausprobieren können. Und wir hätten viel genauer auf die Sachen eingehen und es mehrfach wiederholen können. Aber vielleicht schaffen es ja die nächsten Freiwilligen ein Projekt aufzuziehen.

20Juli
2015

Die Kenteweber von Bonwire

Eigentlich wollte ich schon seit Anfang an mal zu den Kente Webern fahren. Kente ist der traditionell gewebte Stoff hier aus Ghana. Und in der Nähe von Kumasi gibt ein kleines Dorf, wo dieser Stoff gewebt wird. Diese Woche haben wir es dann tatsächlich mal dorthin geschafft.
Alina war schon mal dort gewesen und so wussten wir auch wie wir in das Dorf kommen. Dort angekommen, haben wir ein Web Zentrum besucht und das war sehr spannend. Die Weber sitzen noch an ganz alten Webstühlen und machen die Muster per Hand in den Stoff. Das gibt am Ende einen etwa 20 cm breiten Streifen, davon werden dann ganz viele zusammen genäht, um einen Stoff zu erhalten. An der gesamten Hauptstraße des Ortes sieht man die Leute sitzen und diese Stoffstreifen zusammen nähen und natürlich wird er überall zum Verkauf angeboten.
Das Web-Zentrum war aber nicht das, wo Alina schon mal gewesen war und sie meinte, die Sachen, die man dort hatte kaufen können wären viel cooler gewesen, also haben wir uns auf den Weg gemacht um das Touristenbüro zu finden. Haben wir dann auch am Ortsausgang. Die Webstühle waren die Selben, aber es gab tatsächlich noch ein paar Kleinigkeiten zu kaufen und uns wurde sogar die Geschichte der Kente-Weber erzählt.
An manchen Stellen war die Erzählung zwar eher komsich und ich habe die Zusammenhängen nicht so ganz begriffen, aber grob lief das etwa so:

Vor etwa 400 Jahren sind zwei Jäger in den Wald gezogen um zu jagen. Dabei sind sie einer Spinne begegnet, die ein eigentümliches Netz gewoben hat. Da haben sich die Jäger gedacht, dass sie das ja eigentlich auch mal ausprobieren könnten. So haben die Männer den ersten Webstuhl gebaut und angefangen zu weben. Anfangs hatten sie jedoch nur schwarzen und weißen Farben und so entstanden die traditionellen weiß-schwarzen Stoffe. Da bei den Ashantis allerdings nichts einem persönlich gehört mussten die Männer ihre Kreation zu dem lokalen Chief bringen. Der war allerdings davon begeistert und schickte sie sogar zum König der Ashanti, auch der war überzeugt und so durften die Männer weiter weben. Mit der Zeit fanden sie Beeren und Pflanzen um die Fäden zu färben und so entstanden die unterschiedlichen Farben. Anfangs war es sogar nur der königlichen Familie erlaubt diese Farben zu tragen.

Es werden unterschiedliche Muster verwendet, manche davon haben sogar eine Bedeutung. Welche, dass konnten uns bedauerlicherweise die Weber nicht erklären. Nur, dass es drei unterschiedliche Arten von Kente gibt. Single-weaving, dass ist einfarbiger Stoff. Double-Weaving, der wird in zwei Schichten gewebt und hat ein Muster darauf, dass allerdings auf beiden Seiten unterschiedlich ausschaut. Und triple-Weaving, im Gegensatz zum Double wird noch eine dritte Schicht gewebt, sodass das Muster von beiden Seiten aus gleich ausschaut und auch die gleichen Farben hat.

Nachdem wir uns einmal kurz umgeschaut hatten und ein paar kleine Souvenirs gekauft, ging es dann wieder nach Hause.

13Juli
2015

Busua die Zweite

Weil Cecilia noch nicht in Busua gewesen ist und wir es dort so schön fanden, haben wir beschlossen vorletztes Wochenende nochmal dort hin zu fahren. Wir hatten Mid Term Break und so auch ein bisschen mehr Zeit. Mittwochs ging es los und wir sind Sonntags wieder zurück.
Leider hatten wir eigentlich durchgehend schlechtes Wetter. Nur ein paar kleine Sonnenmomente. So ist das halt in der Regenzeit :( Wir haben die Tage damit verbracht in Decke/ Strandtuch eingemummelt zu spielen, zu lesen oder zu quatschen.
Trotzdem haben wir es uns nicht nehmen lassen auch ein paar mal im eiskalten Wasser zu schwimmen und ich war zwei mal surfen. Das zweite Mal um sieben Uhr morgens, weil der Lehrer meinte, dass wäre die beste Zeit um surfen zu gehen...

Am zweiten Abend hatte ich einen mittleren Panickanfall, weil mir auf einmal richtig klar geworden ist, dass es wirklich nicht mehr lang ist, bis es wieder nach Deutschland geht. Seitdem ertrage ich es kaum mal ein paar Minuten lang nichts zu tun. Dann werde ich total unruhig und weiß nicht wohin mit mir. Irgendwie ist die Vorstellung in ein paar Wochen wieder in Deutschland zu sein noch nicht so ganz bei mir angekommen. Die gewohnten Straßen und Leute nicht mehr zu sehen und, dass alles wieder anders wird. Ständig habe ich das Gefühl irgendwas zu vergessen oder nicht gemacht zu haben, oder dass ich vor der Abreise noch irgendwas wichtiges erledigen muss, was ich einfach vergesse. Jedenfalls komme ich nicht richtig zur Ruhe.

13Juli
2015

Cape Coast und Elmina

Dieses Wochenende wollten wir unser Glück nochmal versuchen und sind Donnerstag Nachmittag nach der Schule Richtung Cape Coast aufgebrochen. Dort haben wir die letzten Souvenirs gekauft und in der Nähe Krokodile geschaut. Ein bisschen nördlich von Cape Coast gibt es ein Hotel das heißt Hans Cottage und liegt an einem See indem Krokodile leben. Wir waren leider ein bisschen arg früh dran und die Sonne war noch nicht draußen, also konnten wir die Krokodile nur im Wasser beobachten.
Am Restaurant schwamm aber ein riesiges fettes Teil im Wasser, das war sicher 3 Meter lang. Wir haben den Fischen Brot zu geworfen, damit das Krokodil nach den Fischen schnappt.

Noch am selben Nachmittag sind wir Richtung Elmina gefahren. Zufällig sollte genau an dem Wochenende dort ein Festival stattfinden. In unserem Hotel hat man davon allerdings gar nichts gemerkt, dass lag nämlich nochmal ein ganzes Stückchen außerhalb.
Wir hatten noch nichts zu Mittag gegessen und das Essen im Hotel war relativ teuer, also haben wir beschlossen mal am Strand lang zu laufen. Am Strand haben wir zwei Verkäuferinnen getroffen, die in eine Richtung gelaufen sind und wir voll übermotiviert, ob in die Richtung ein Dorf liegt und sie meinten Ja. Also sind wir losgezogen und nach knapp 45 Minuten Fußmarsch kamen wir dann auch in einem Dorf an. Es war eigentlich mal interessant zu sehen. Das Dorf hatte keine Straße und war nur zu Fuß oder mit Motorrad zu erreichen. Am Wegrand lag ein winziger Laden, wo wir dann erstmal Wasser gekauft haben.  Ob allerdings irgendwer in dem Dorf gekochte Eier verkauft, konnte uns keiner sagen, weil niemand englisch gesprochen hat. Aber nach ein bisschen Handzeichen, haben sie uns dann zu einem ein bisschen größeren Lädchen gebracht, der hatte zwar keine Eier, aber Erdnüsse und Kekse. Wir haben uns glaube ich noch nie so gefreut irgendwo Kekse und Erdnüsse kaufen zu können und sind dann fröhlich wieder zurück gestiefelt.
Samstag morgen war das Frühstück ein wenig deprimierend, weil es nur aus drei Scheiben Toast und einem Ei bestand und wir leider ganz schön viel dafür zahlen mussten. Aber nachmittags haben wir uns mal auf den Weg nach Elmina gemacht um einen Blick auf das Festival zu werfen. Nach etwa fünf Minuten am Strand erreichten wir ein sehr viel größeres Dorf als das am Vortag und stellten fest, dass wir also total in die falsche Richtung gelaufen waren. Nach diesmal etwa 1 Stunde Laufen, erreichten wir tatsächlich Elmina. Auf einem Platz vor dem Elmina Castle gab es einen riesigen Menschenauflauf und wir hatten das Festival gefunden. Allerdings waren es so viele Menschen, dass wir nicht wirklich was sehen konnten. Nur ein paar Mitglieder der royalen Familie, die unter einem Zeltdach saßen und ein paar Tänzer und Kameras in der Mitte des Platzes. Weil wir aber nicht so richtig begriffen haben, was da vor sich ging, und es richtig heiß geworden war, sind wir dann schon nach so zwanzig Minuten wieder in Richtung Hotel gelaufen.
Aber es war total spannend mal so einen Festplatz zu sehen. Eigentlich war es nicht viel anders als sowas in Deutschland aussehen würde. Buden und Stände wo Leute Dinge verkauft haben oder Produkte angepriesen, Festzelte und jede Menge Menschen.
Wieder im Hotel angekommen, haben wir dann die Nachmittagssonne noch ein bisschen genossen.
Sonntag morgen haben wir uns dann wieder auf den Rückweg nach Kumasi gemacht.

 

-Bilder folgen noch-

24Juni
2015

Sportunterricht

Am Freitag letzte Woche haben wir, also Cecilia und ich, die Schulleiterin doch tatsächlich dazu überredet bekommen, dass wir mit den Kindern nochmal Sport machen dürfen. Diesmal haben wir uns wirklich ein Konzept überlegt und auch selber die Sportstunde geplant. Wir haben nur eine Klasse mitgenommen und wechseln jetzt die verbleibenden Wochen ab.
Am Freitag selber gabs dann ein wenig Chaos, weil Irgendwer den Kindern erzählt hat, dass alle drei Klassen gehen, so hatten dann am Ende auch alle Sportsachen mit und so Leid es uns tat, denn die Kinder hatten sich schon richtig gefreut, haben wir dann nur die Klasse mitgenommen auf den Platz, die wir vorgesehen hatten.

Wir haben erstmal zum Aufwärmen die englische Version von Fischer Fischer welche Farbe weht heute gespielt. Dann haben wir uns kurz gedehnt und dann noch Kettenfangen gespielt. So richtig hat es nicht geklappt die Kinder wollten dann einfach Fänger sein und obwohl sie noch nicht gefangen waren haben sie sich dann zu Ketten zusammen gefunden und auch einfach mal drauf los gefangen. Aber Spaß hatten sie und das war dann das Wichtigste. Zum Ausklang wollten wir das Ganze mit Bewegungsmemory beenden, aber das haben die Kinder wirklich nicht verstanden. Sie wussten nicht was Memory ist und deshalb wars auch wirklich schwer zu erklären. Das haben wir abgebrochen und stattdessen lieber noch ein Roboter Spiel gespielt, wo die Kinder die Roboter sind und von einem anderen Kind durch antippen gesteuert werden.

Die Kinder haben aber bis auf ein paar Ausnahmen wirklich gut gehört und wir haben kurz gedacht, dass so eine Pfeife auch im Klassenraum eigentlich ganz praktisch ist ;)
Diese Woche ist dann die nächste Klasse dran und dann die letzte. Eine zweite Wiederholung werden wir wohl nicht schaffen, weil die Zeit nicht mehr reicht mit allen nochmal zu gehen.

24Juni
2015

Lake Busumtwi

Endlich waren wir auch mal am Busumtwi See. Von allen Sehenswürdigkeiten Ghanas liegt der See wohl am nächsten an Kumasi.
Zusammen mit Jonathan, Max, Hannes, Alina und Cecilia ging es letzten Samstag Mittag los. Am Busumtwi See liegt ein kleines Hotel mit dem Namen Coco Village. Wir hatten schon reserviert und die Fahrt verlief gut, bis unser Taxi auf einmal kaputt war. Dann gab es ein riesen Chaos mit den Taxifahrern. Die wollten auf einmal das volle Geld haben obwohl wir zu 6 in einem Taxi weiterfahren sollten und irgendwie endete es dann so, dass drei von uns gelaufen sind und drei gefahren. Es war glücklicherweise nicht mehr so weit und man konnte auf dem Weg eh nicht viel schneller als Schritttempo fahren, sodass die anderen nur etwa 15 Minuten später kamen.
Direkt am Ufer des Sees stehen ein paar Bungalows, eine Holzhütte mit Hochbetten und ein Restaurant. Der Ausblick ist klasse und das Gelände sehr schön gestaltet. Überwältigend war auch die Stille. Gerade in Kumasi ist es eigentlich immer laut. Autos hupen, Menschen schreien und dort am See war absolut nichts. Nur das leichte Plätschern des Sees. Auch wenn wir nur eine Nacht dort waren, war es super entspannend.
Montag mussten wir dann wieder in die Schule.

12Juni
2015

Nochmal ein paar Bilder

Hier kommen die Bilder aus Busua und von den Klippen von Atwia;

 

Busua:

 

 

 

Unser Restaurant

Ich bei dem Versuch zu surfen

 

Und die Klippen von Atwia:

Der Blick auf die gegeüber liegenden Klippen

Eine von den Treppen nach oben

Fast da...

Ganz oben

Auf dieser Seite werden lediglich die 10 neuesten Blogeinträge angezeigt. Ältere Einträge können über das Archiv auf der rechten Seite dieses Blogs aufgerufen werden.